Jul 24 2007

social networking 2.0

Published by codefux at 21:44 under Internet

Eine Erscheinung des Web 2.0 sind die vielen Internetplattformen zum Bilden von sozialen Netzwerken (germish: social networking). Wer in den USA studiert kommt an facebook und myspace nicht vorbei. Auch viele Studenten sind im facebook-Klon studiVZ angemeldet. Bei xing (ehemald. openBC) werden die ersten Kontakte mit der Berufswelt geknüpft und gepflegt und bei den lokalisten stehen die Erweiterung des Freundschaftsbaumes und dessen Verzweigungen im Vordergrund. Jedes Netzwerk hat so seine Eigenheiten und seine Zielgruppen, jedoch haben alle das Ziel, die User einander näher zu bringen bzw. den Kontakt untereinander halten. Doch wo führt das hin? Verliert man da nicht den Überblick, geschweige denn die Zugangsdaten. Diese Frage hat mich die letzten Tage beschäftigt, als ich eine Einladung eines Bekannten, du einem weiteren Netzwerk erhalten habe.

Ähnlich erging es mir beim Aufkommen der verschiedenen Messenger. Angefangen mit AIM (AOL Instant Messenger) und ICQ. Mit mehr Bandbreite kam Skype hinzu. Und schließlich aus berufsgründen MSN. Um nicht mehrere Softwares parallel laufen lassen zu müssen, legte ich mir einen den Multimessenger Trillian zu, mit dem ich AIM, ICQ und MSN auf einmal bedienen kann. Skype kann ich hoffentlich bald auch noch integrieren.

Ein anderes Beispiel sind die Blogs: Um nicht jeden Blog, den man regelmäßig liest, einzeln aufrufen zu müssen, um rauszufinden ob neue Einträge erschienen sind, abboniert man dessen RSS-Feed und erhält bei neuen Einträgen automatisch eine Benachrichtigung.

Usenet- und Newsgroups-Beiträgen können bei Google Groups gesammelt und zentral abgerufen werden.

Ich frage mich nun: Lässt sich diese Idee oder Technik nicht auch auf das social networking übertragen? Ich stelle mir eine Client-Software oder eine Über-Plattform vor, wo ich mich einmal einlogge und den kompletten Überblick über meine Netzwerke habe. Dies würde mir viel Zeit sparen. Teilweise überlagern sich ja die Netzwerke und ich hab somit redudante Kontakte.

social networking

Die Frage ist halt, ob dies im Sinne der Plattformbetreiber ist, solch eine Lösung zu implementieren. Immerhin sind die etablierten Netzwerke für die Betreiber wahre Geldmaschinen, bieten sie doch eine große Werbeplattform.

Eine andere Problematik ist die des Datenschutzes. Ein Netzwerk allein ist ja schon eine Ansammlung von Userinformationen, die jedem Marketing-Mitarbeiter das Herz höher schlagen lässt. Wäre eine Verschmelzung von Netzwerken, wenn auch nur von extern, ein zu gefährliches Instrument?

Wie sind eure social networking Erfahrungen? Wie denkt ihr darüber?

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2 Responses to “social networking 2.0”

  1. Nils Hitzeon 19 Aug 2007 at 19:47

    Ich persönlich finde, Open ID ist ein guter Schritt in die richtige Richtung. Aber so eine Art überregionaler Datenserver, vergleichbar zu einem Persönlichkeitstresor wäre cool. Bei dem ich nur die Daten an die SN weitergebe die ich abgeben möchte. Dafür müsste man aber Daten über eine Person in einen Standard pressen. Und arbeitet Google nicht an so einer Lösung für einmal einloggen, alle Netze abgreifen?

  2. [...] erster Schritt zum Verschmelzen dieser Plattformen oder aus Datenschutzgründen bedenklich? Was meint [...]